Madlen Klemm ist Webdesignern: sie hilft Coaches, Beratern und Trainern dabei, ihre einzigartige Website an den Start zu bringen und ihre Vision sichtbar und erfolgreich zu machen. Im “I’m Every (Business) Woman” Interview erzählt Malden vom Start in die Selbstständigkeit, anfängliche Ängste und die Kraft aus dem eigenen Netzwerk. Los geht’s!

Web-Designerin Madlen Klemm im Personal Branding Fotoshooting.



Wann hast Du Dein Unternehmen gegründet?

Im Januar 2022 war mir nach 2 Jahren Elternzeit klar: Ich will auf gar keinen Fall mehr in ein Angestellten-Verhältnis zurück. Der Gedanke daran fühlte sich beengend, fremdbestimmt und gar nicht mehr nach „meinem“ Leben an. Ich wollte flexibel sein, mit Menschen arbeiten, die eine Mission haben und so auch meiner Arbeit einen echten und tiefen Sinn geben. Gute 4 Monate später war es soweit: Im Mai 2022 gründete ich mein Webdesign-Business.



Was motivierte Dich zum Schritt in die Selbstständigkeit?

Meine größte Motivation war der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Ich wollte mir alles selbst einteilen können, arbeiten wann und wie ich es will. Mir war das alles unglaublich wichtig. Ich hatte gar keine Lust mehr auf jemand der „über mir steht“ und Macht über mich und mein Leben hat. Vor allem für meinen Sohn wollte ich Zeit haben und in gewisser Weise auch Vorbild sein für einen „alternativen“ Lebensweg (für mein Umfeld ist Selbstständigkeit so ziemlich das abgefahrenste was man machen kann „in der heutigen Zeit“ höhö).



Was oder wer hat Dir geholfen Deine Vision umzusetzen?

Vorbilder, Mentoren und andere Gründerinnen. Ich wusste schnell, dass ich das nicht alleine machen konnte. Ich hatte keine Ahnung wo ich anfangen sollte. Ich buchte Seminare und Kurse zum Businessaufbau (die leider raugeschmissenes Geld waren) und fand dann zum Glück meine zwei Mentorinnen kennen, die mich auf seeehr unterschiedlichen Wegen unterstützen: Sabrina von Colour and Flow half mir innerlich zu meinen Gaben und Talenten weder Zugang zu finden und bei Victoria Weber lernte ich Dinge wie: Kundenakquise, Strategien für Cashflow und und und den ganzen Businesskram als Webdesignerin. Und nicht zu vergessen, meine Netzwerke aus anderen Gründerinnen, in denen ich Gleichgesinnte und inzwischen auch Business-Buddy und Freundinnen gefunden habe. Wir treffen uns regelmäßig und tauschen uns fast täglich aus. Das macht alles so viel mehr Spaß, wenn man diese Reise nicht alleine macht.


Welchen Herausforderungen siehst Du für Frauen*, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen? Was waren Deine Herausforderungen beim Start in die Selbstständigkeit?

Für mich gab es viele Herausforderungen. Angefangen bei der Positionierung, WAS man eigentlich machen will und wie das geht: Rechtliche Themen, Marketing, Finanzierung, Verträge, Versicherungen… Die Masse an Themen, die einen fast zu überrollen scheint, ist enorm. Wie und wo anfangen? Was ist wann am wichtigsten? Zudem hatte ich keinerlei Startkapital und wusste nicht so richtig, wie ich an Förderungen komme. Ich musste mir alles irgendwie zusammen suchen. Ich sehnte mich damals nach jemanden, der mir das einfach mal erklärt. Fand ich aber nicht :D Aber irgendwie habe ich mich in klitzekleinen Schritten durchgewurschtelt und habe all die kleinen Erfolge total krass gefeiert. (Und mich :D )


Was ist ein Learning aus Deiner bisherigen Zeit als Unternehmer*in, das Dich überrascht hat?

Better together. Man ist zwar Solo-Selbstständig weil man das ja irgendwie geil findet, aber es ist soooooo gut, Business-Buddy zu haben oder eine Gruppe von Menschen, mit denen man sich austauschen kann. Die wissen halt auch wie das alles ist - diese ominöse Selbstständigkeit. In meiner Familie gibt es einige Selbstständige, aber an meinen Erfolg wollte niemand so richtig glauben. Deswegen ist es unglaublich heilsam sich mit anderen tollen Menschen auszutauschen, die mit dir deinen Erfolge feiern und an dich glauben.

Was macht die besonders viel Freude an Deiner Arbeit?

Zwei Dinge!

  1. Meine Kundinnen! Ich liiebe es einfach Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten, sie mit meinen ausgefallenen, kreativen Konzepten zu überraschen und ich kann mich (meistens) kreativ total austoben.

  2. Die Freiheit ich zu sein! Ich kann meine eigenen Projekte planen, mir meine Strategie überlegen und bin einfach total frei in meinem Handeln und Tun. Ich brauche mich nicht anpassen an Arbeitszeiten oder irgendeine Bürokluft tragen. Ich darf ich sein und auch ohne BH arbeiten ohne mich irgendwie komisch zu fühlen :) Diese Selbstermächtigung ist für mich richtiger Luxus und ich weiß erst jetzt, nachdem ich mich in die Selbstständigkeit gewagt habe, wie viel eigentlich in mir steckt.

Welche Tipps hast Du für Frauen* die ebenfalls überlegen zu gründen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?

Am wichtigsten finde ich, dass man nicht alleine versucht alles hinzubekommen. Mir haben meine Netzwerke aus anderen gründenden Frauen und meine Mentorinnen extrem geholfen. Bevor ich das alles hatte, habe ich aber auch einfach Leute gefragt, die schon weiter waren, wie sie das denn gemacht haben. Und ALLE haben sich Zeit für mich genommen und um mir meine Anfänger-Fragen zu beantworten. Dafür bin ich mega dankbar, denn ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist sich einfach so Zeit zu nehmen (weil man als Unternehmer:in einfach kaum noch Zeit hat :D ).


Danke für Deine Zeit und Offenheit liebe Madlen!

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